Anwesend: |
Patrick Bucheli (Präsident und Vorsitz, St. Klemens) Erwin Haggenmüller (Vizepräsident, FMZ) Adrian Gähwiler (Sekretär, KSM)
Markus T. Schmid (KSL) Thierry Bregnard (KSS) Dieter Gillmann (KSR) Thomas Häfeli (KSW) Michael Rauter (KSB) Lorenz Ganz (KSSEE)
Alois Amstad (KSSch) |
Gäste: |
G. Schaub (Personalamt), T. Wachter (Personalamt), Remo Herbst (KSL) |
Patrick
begrüsst Frau Gertrud Schaub und Herrn Thomas Wachter und rekapituliert, dass
aus der Überführung der Lehrpersonen zum Staatspersonal einige Punkte noch
offen sind, die diskutiert werden sollen. G. Schaub stellt T. Wachter vor, der
die Lohnsysteme betreut. Sie stellt fest, dass nicht alle Unterschiede zwischen
LP und Staatspersonal ausgeräumt werden können und sollen, da sich ihre Arbeit
in vielem unterscheide. Bei der Überführung wurde alles beim status quo
belassen – vorläufig. Falls es Veränderungen gibt, wäre der VLM sicher
eingebunden.
Die
Fragen im Einzelnen:
A.
Altersentlastung
Zeitpunkt der
Ausrichtung bei Verwaltungsangestellten nach dem Monat mit dem 50. Geburtstag,
bei den Gymnasiallehrpersonen erst ab dem Beginn des 55. Altersjahrs.
G. Schaub:
Altersentlastung bei 55: 1/23 = 4%; 60: ca. 8%; bei Staatspersonal bei 50: gut
2%; 60: gut 4%. D.h. die heutige Regelung ist eher LP-freundlich. Dies gilt aber
NICHT für Teilzeitangestellte. Diese erhalten keine Altersentlastung.
Markus: Es ist ja nicht zwingend so,
dass man 50% LP ist und 50% Freizeit hat. D.h. egal, was die Person arbeitet,
die Entlastung müsste gewährt werden.
Michael: Sitzungen sind z.B. nicht
Teilzeit-möglich.
Alois: Teilzeit-Thematik ist sehr aktuell! Diese Diskrimination ist in vielen
Bereichen vorhanden und müsste angegangen werden. Stossend: die
Altersentlastung wird nicht auf den Beginn des Lebensjahres der LP umgesetzt,
sondern erst auf das folgende Schuljahr.
Markus/Adrian: Die Rechnung ist nicht
ganz so einfach: eine Stunde Entlastung ist manchmal schwierig umzusetzen –
was passiert auch mit dem Bereich ausserhalb des Unterrichts? Dieser kann kaum
entlastet werden.
->
Die Teilzeitproblematik sollte im Personalamt angeschaut werden.
B.
Pikettdienste
Die
Anrechnung von Pikett- und anderen Präsenzzeiten (z.B. bei Sonderwochen &
dgl.) ist bei den betreffenden Verwaltungsstellen geregelt. Bei uns ist dies
nicht der Fall, was zu Willkür und Beliebigkeit führt.
Alois führt aus, dass während der Sonderwochen die Lehrpersonen rund um die
Uhr erreichbar sein müssen, was an den Schulen sehr unterschiedlich entlöhnt
wird.
G. Schaub sieht es als Vorteil, dass
man diese Flexibilität den Schulen überlassen wollte (=unternehmerische
Freiheit). T. Wachter erklärt, dass auch beim Staatspersonal die
Arbeitszeiterfassung sehr unterschiedlich ausgestaltet ist.
Patrick erklärt, dass die
Pool-Stunden, die den Schulen für solche Anlässe zur Verfügung stehen, sehr
unterschiedlich genützt werden. G. Schaub verweist auf die Volksschulen, in
denen geregelt ist, wofür man die Pool-Stunden gebrauchen kann. Das wäre
allenfalls ein Vorstoss wert beim Bildungsdepartement.
C.
Krankheit/Unfall/Klinikaufenthalte/Familiäre
Ereignisse
Die
Urlaubsunfähigkeit bei uns soll ebenso auf die Arbeitszeit angerechnet werden,
wie dies beim Verwaltungspersonal der Fall ist – insbesondere während der
Schulferien; denn diese sind für uns zu zwei Dritteln Arbeitszeit, resp.
Arbeitszeitkompensation (Überzeitausgleich) und nicht Erholungsferien.
Analog gilt
das für die vom Regierungsrat für das Personal festgelegten Ansprüche auf
arbeitsfreie Tage im Fall von Familienereignissen.
Patrick
schildert den Fall, der an uns herangetragen wurde (vgl. Protokoll vom 20.
November 2008). G. Schaub führt aus, dass dieser Fall nicht berechenbar ist, da das System anders
ist. (Die Ferien innerhalb der schulfreien Zeit werden bei den LP nicht zum
Vornherein festgelegt). Alois meint, das sei wohl eine willkommene Unschärfe
und fragt, inwiefern man dies umstellen könnte.
Im
Anschluss entbrennt eine lebhafte Debatte um unsere Löhne, wobei Alois
auf die Arbeitsverpflichtung von 24 Lektionen während 8 Jahren, worauf eine
Lohn-Rückstufung stattfand, verweist. Markus:
Der Vergleich mit dem Staatspersonal lässt aussen vor, dass bei den LP keine
Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden sind. Patrick erklärt, dass dieses Treffen
v.a. dazu diene, dass man das Frustrationspotential bei den Gymnasial-LP
aufzeigen könne, weil man in der Vergangenheit bei Lohnfragen systematisch übergangen
wurde. G. Schaub verweist auf den
Verteilkampf, der immer einsetze.
D.
Führungshandbuch
Den Personalverbänden steht der Einblick in alle Personal- und Führungshandbücher zu. G. Schaub erklärt, dass der Präsident gerne einen Zugang für den geschützten Bereich erhalte. http://www.personal.lu.ch/index_internet/herunterladen_i.htm -> Personalhandbuch
E.
Berechnung
Lohnausfall bei Sabbatical usw. / Berechnung des zeitlichen Anspruchs bei
Dienstaltersgeschenken.
T. Wachter
führt aus, dass bei unbesoldetem Urlaub gleich abgezogen wie ausbezahlt wird.
Er warnt, dass die Entschädigung für die Stellvertretung bei einer Veränderung
auch verändert (bzw. verkleinert) wird. Patrick: Genau darum geht es!
StellvertreterInnen sind zu gut gestellt, da sie bei kurzen Vertretungen wenig
vor- und nachbereiten müssen. Adrian verweist auf den Kanton Bern, wo Urlaube
bis 4 Wochen anders bewertet werden als längere.
Auch dies ist
ein Themenfeld, das im Personalamt aufgenommen wird.
Dienstaltersgeschenk: 5 Arbeitstage = 1/48 des Jahresgehalts.
Alois: störender Nachsatz, dass man bei einem Dienstaltersgeschenk den
Feiertag nur beziehen könne, wenn man an diesem Tag Unterricht gehabt hätte.
Dieser
Nachsatz kann gestrichen werden.
F.
Überlange
Kündigungsfrist (4 statt 3 Monate wie das Verwaltungspersonal).
G. Schaub
verweist auf die oberen Kader, die 6 Monate Kündigungsfrist haben. Generell ist
das auch für den VLM kein grosses Problem.
G.
Viele
von uns haben jährlich schwankende Pensen und somit unfreiwillig keine Stabilität
– anders als Verwaltungsangestellte in Voll- oder Teilzeit: dort sind die
Prozentsätze definiert und bleiben meist über lange Jahre unverändert. Unsere
Beweglichkeit ist demnach nicht selbstverständlich; es gilt, diese zu würdigen
und anzuerkennen.
H.
Zu
welchem Ansatz wird der Übersaldo verrechnet, wenn unterschiedliche Fächer an
unterschiedlichen Stufen unterrichtet werden?
G. Schaub:
wird auf dem grössten unterrichteten Pensum bezahlt.
I.
Finanzierung
von Personalausflügen?
G. Schaub:
Wegleitung von 2003: Fr. 110.—pro MitarbeiterIn stehen zur Verfügung. Das
steht im Budget, die Verteilung ist Schulleitungssache.
J.
Patrick:
Staatspersonalangestellte werden im Lohnband angestellt. Ist das auch für LP
realisierbar?
G. Schaub:
dies ist für LP nicht möglich, solange der Leistungslohn nicht eingeführt
ist.
K.
Markus:
Pensionskasse: Gibt es da Neuigkeiten?
G. Schaub:
Die Pensionskasse hat strukturelles Problem (zu gute Leistungen werden bezahlt);
zudem müssen durch die Finanzkrise Sanierungen angeschaut werden. Jährlich
entstehen 18 Mio Defizit. Es steht eine Revision an, die folgende Massnahmen
beinhaltet:
o
Erhöhung der Beiträge (paritätisch
Arbeitgeber, Arbeitnehmer).
o
Reduktion des Umwandlungssatzes.
o
Sparprogramm + (mehr Einzahlung auf
freiwilliger Basis möglich).
o
Rentenziel wird von 62 auf 63 erhöht.
o
Erweiterung des Begünstigtenkreises.
Der
aktuelle Deckungsgrad beträgt 92%. Momentan gibt es ein
Vernehmlassungsverfahren via Regierung und Parlament. Geplant ist die Einführung
auf den 1.1.2010. Übergangslösungen für Leute mit Jahrgang 51 sind
vorgesehen.
Patrick
verabschiedet G. Schaub und T. Wachter und dankt Ihnen für das Kommen und die
sehr fruchtbare Diskussion.
Das Protokoll wird genehmigt und verdankt.
Treffen mit Parteienvertretern: Die Diskussion verlief sehr angeregt und recht produktiv. Die EBKK hat aufgrund unserer Initiative ganz wichtige Abklärungen angeregt, welche momentan im Gange sind. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse. Das Protokoll kann im vlm aktuell 4-08/09 nachgelesen werden.
vlm aktuell: Die neue Nummer hat einige positive Reaktionen hervorgerufen. Unser Organ scheint wirklich gelesen zu werden (v.a. auch von oberster Stelle BKD und anderen Organisationen, z.B. VSG).
SP Kanton Luzern: Die Partei hat ein neues Präsidium: Felicitas Zopfi (Präsidentin), Daniel Gähwiler (Vize-Präsident; nicht verwandt mit unserem Adrian!).
Expertenkommissionen: Die eingereichten Maturitätsprüfungen wurden von den verschiedenen Expertenkommissionen begutachtet (und leider zum Teil beschlechtachtet). Die Rückmeldungen waren teilweise im Ton recht vergriffen oder gar beleidigend. Aufgrund der diesjährigen Häufung der Reklamationen betroffener Lehrpersonen (Deutsch, W+R, Französisch, PPP, Mathematik, Chemie, Geschichte) sollte sich der VLM dem Thema annehmen und es sollte Mitspracherecht bei der Besetzung der Kommissionen von Seiten der kantonalen Fachschaften verlangt werden können. Alois schlägt vor, die Kompetenzen der Kommissionen rechtlich abklären zu lassen - dies wird an der nächsten Sitzung entschieden werden.
Mittelschulpolitik: Der Bericht der Strategiegruppe 2020 ist soweit für die Vernehmlassung fertig. Wir dürfen nun noch Änderungen, Zusätze etc. anbringen.
Traktandum 4: Deutschschweizer Lehrplan, Rolle des Lateins
Adrian und Patrick werden die Rückmeldung gestalten und empfehlen, das Latein nicht in den Leistungskatalog der Volksschule aufzunehmen, sondern ans Gymnasium zu delegieren. So sollte auch vermieden werden können, dass generell die gleichen Lehrpläne für die Volksschule und das Untergymnasium gelten.
Traktandum 5: Treffen BKD (vgl. vlm aktuell 4-08/09)
Patrick versucht, nachdem das Datum 4.11.09 auch BKD-seitig abgesegnet wurde, das Gersag zu reservieren.
Traktandum 7: Zusammensetzung Vorstand SJ 09/10
Schon definitive Änderungen: Adrian: will die Sekretär-Funktion abgeben. Patrick: bis Mittelschullehrertag (Ablösung, Einarbeit), weiterhin St. Klemens, Lorenz: tritt ab und sucht Nachfolge. Thierry: Ist auch auf der Suche, findet aber niemanden.
Benchmarking, Ferienregelung verschoben auf nächstes Mal.
Gwa, 5.5.2009