Für den VLM hat der Schutz der Gesundheit der Lehrpersonen, Schüler/innen und Mitarbeitenden an den Luzerner Mittelschulen höchste Priorität. Die erste Fernunterrichtsphase vom vergangenen Frühjahr hat aber auch gezeigt, dass die pädagogisch und psychologisch negativen Begleiterscheinungen von Schulschliessungen derart gravierend sind, dass dieses Szenario nur als «ultima ratio» eingeführt werden darf.

Deshalb plädiert der VLM für so viel Präsenz wie möglich und so viel Distanz wie nötig, damit die Schulen ihre pädagogische aber auch ihre epidemiologische Verantwortung wahrnehmen können. Dazu gehören für den VLM auch schulspezifische Massnahmen, z.B. flächendeckendes Testing bei Auftreten von COVID-Fällen und entsprechende Quarantäneanordnungen.

Sollte sich die Lage generell verschärfen, ist der VLM mit den vom BKD kommunizierten Szenarien («Ausdünnung» und «Fernunterricht») einverstanden. Dabei ist es für uns besonders wichtig,

  • dass beim Szenario «50% Präsenzunterricht» aufgrund der Erfahrungen vom vergangenen Mai/Juni auf die Variante «Halbklassenunterricht» verzichtet wird und stattdessen ganze Klassen(stufen) jeweils wochenweise alternierend in den Präsenzunterricht kommen,
  • dass beim Szenario «Fernunterricht» Präsenzprüfungen und einzelne, begründete Präsenzlektionen für Maturaklassen zur Prüfungsvorbereitung möglich sein sollen,
  • dass beim Szenario «Fernunterricht» ausdrücklich auf die Situation von Lernenden, welche dem Fernunterricht aus besonderen Gründen zu Hause nicht folgen können, Rücksicht genommen wird und die Schulen angewiesen werden, ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen,
  • dass schon heute Vorkehrungen getroffen werden, damit die schriftlichen UND mündlichen Maturitätsprüfungen reglementskonform durchgeführt werden können.

21-02-04 Position VLM Szenarien Post-Fasnachtsferien